Der Schriftsteller Heinrich Böll

Lebensdaten

(Zusammengestellt von der Klasse 8a der Heinrich-Böll-Schule Melle anlässlich der Namensverleihung der Schule am 16.09.1989)

1917, am 21. Dezember wurde Heinrich Böll als 3. Kind von Viktor Böll und seiner zweiten Frau Maria in Köln geboren. Es herrschte Krieg.

1921 zog die Familie Böll aus der südlichen Altstadt in den ländlichen Vorort Köln-Raderberg in ein eigenes Haus. Im Frühjahr 1930 musste die Familie ihr Haus aus Geldmangel wieder verkaufen und in die Kölner Südstadt zurückkehren.

1924 kam Heinrich in die Volksschule, ab 1928 besuchte er das staatliche humanistische Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Köln. Hier machte er 1937 sein Abitur und begann eine Buchhändlerlehre in Bonn, die er ein Jahr später wieder abbrach.

Mit 17 Jahren fing Böll an, Gedichte zu schreiben.

Mit 19 Jahren lernte er seine Frau Annemarie kennen, die er sechs Jahre später (1942) heiratete. Sie wurde Lehrerin.

Im Herbst 1938 wurde Heinrich Böll zum Arbeitsdienst eingezogen, ein Jahr später kam er zur Wehrmacht. Er wurde als Infanterist an der Ost- und Westfront eingesetzt und geriet vom 9. April bis zum 15. September 1945 in englische und amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Nach Köln zurückgekehrt studierte er dort Germanistik und verdiente seinen Lebensunterhalt als Hilfsarbeiter.

1947/ '48/ '50 wurden seine drei Söhne Raimund, Renè‚ und Vincent geboren.

1947 erschien Böll's erste Kurzgeschichte „Die Botschaft“. Seine ersten Romane waren unter anderem „Wo warst du Adam“,­ „Und sagt kein einziges Wort“. Danach erschienen in rascher Folge Erzählungen, Romane und Hörspiele. Alle Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

1951 erhielt Heinrich Böll den Literaturpreis der `Gruppe ­47'.

Danach folgten viele Preise und Auszeichnungen:

1967 Georg - Büchner - Preis

1971 - 74 Präsident des Internationalen PEN - Clubs

1972 (1o. Dezember) Nobelpreis für Literatur

1974 Verleihung der Carl - von - Ossietzky - Medaille

1983 Ernennungsurkunde zum Professor und Ehrenbürger seiner Heimatstadt Köln.

Am 16. Juli 1985 starb Heinrich Böll im Alter von 67 Jahren in Langenbroich an den Folgen einer lang andauernden Krankheit.

Drei Tage später wurde er auf dem Friedhof von Bornheim-Merten bei Bonn unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, von Schriftstellern und Politikern - unter ihnen Bundespräsident Richard von Weizsäcker - beigesetzt.

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